Nahrungsergänzung – Seriös oder Scharlatan?

Two painted orangeMal ganz ehrlich. Wer kennt sich noch aus im Dschungel der Nahrungsergänzungmittelanbieter? Überall können wir Anzeigen sehen von Vitaminen, pflanzlichen Extrakten oder einer wiederentdeckten exotischen Heilpflanze. Das Angebot ist groß, aber wie kann man sich sicher sein, nicht auf einen Scharlatan reinzufallen? Für den Verbraucher ist es nicht immer einfach, einen seriösen Anbieter zu finden. Für alle, die sich ob der Seriosität eines Anbieters von Nahrungsergänzungsmitteln unsicher sind, hat die Verbraucherzentrale Bayern zehn Punkte zur Orientierung zusammengefasst.
Je häufiger ein Anbieter mit den folgenden Hinweisen wirbt, desto wahrscheinlicher handelt es sich dabei um ein zweifelhaftes Produkt, so die Verbraucherzentrale:

Das Produkt

  • bekommt durch wiederholten Hinweis auf seine Herkunft aus exotischen Regionen (etwa Regenwald, Himalaya) besondere Attraktivität,
  • hilft angeblich, wo die Schulmedizin versagt (hat), speziell in ausweglosen Situationen,
  • soll besonders wirksam sein. Als Beweis werden umfangreiche Erfahrungsberichte herangezogen. Nachvollziehbare Daten aus kontrollierten klinischen Studien oder entsprechende Literaturquellen werden nicht genannt,
  • wirkt angeblich gegen eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen, die nichts miteinander zu tun haben, beispielsweise Akne, Aids, Diabetes, Krebs, Neurodermitis, Rheuma,
  • wird als “ganz natürlich” angepriesen und frei von jedweder Nebenwirkung,
  • lindert angeblich die Nebenwirkungen der Verfahren, die die Schulmedizin gegen die spezielle Krankheit einsetzt,
  • soll in dieser Qualität nur zeitlich begrenzt oder nur bei “Beratern” dieser Firma erhältlich sein,
  • wird nicht in Drogeriemärkten oder Apotheken verkauft,
  • wird angeblich schon seit Jahren/Jahrzehnten/Jahrhunderten verwendet, ist aber offiziell nicht anerkannt,
  • ist so erfolgreich, dass unverständlich bleibt, warum keine Zulassung als Arzneimittel existiert (Als Begründung folgt meist, dass auf Pflanzen keine Patente angemeldet werden können).

Auch ein genauer Blick auf die Infoseite des Produktes lohnt sich. Behauptungen, es wäre unmöglich, mit einer abwechslungsreichen Ernährung genügend Nährstoffe zu bekommen oder unsere Nahrung und Böden enthalten nicht mehr ausreichend Nährstoffe, sind unseriös.

So erkennen Sie seriöse Anbieter:
Das Nahrungsergänzungsmittelgesetzt legt genau fest, welche Angaben auf einem Nahrungsergänzungsmittel gemacht werden müssen. Bei seriösen Anbietern sollten daher folgende Angaben auf keinen Fall fehlen:

  • Name und Adresse des Anbieters,
  • genaue Bezeichnung des Produkts,
  • Angaben zur Art des Mittels, z.B. Nahrungsergänzung, diätetisches Lebensmittel,
  • Zutatenliste (genaue Auflistung aller Zutaten, nach Gewichtsanteilen in absteigender Reihenfolge sortiert),
  • Nährwertangaben (Angaben aller enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe, sekundären Pflanzenstoffe etc., mit genauen Mengenangaben pro Einnahme-Einheit (Portion),
  • empfohlene tägliche Verzehrsmenge mit einem Warnhinweis, diese Tagesdosis nicht zu überschreiten,
  • Prozentangaben der einzelnen Nährstoffe bezogen auf die empfohlene Dosis Achtung: Zahlenangaben gelten für Erwachsene!
  • Hinweis, dass Nahrungsergänzungsmittel nicht als Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung verwendet werden sollten,
  • Hinweis, dass Produkt außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern zu lagern ist,
  • Inhaltsangabe (Gewicht, Anzahl Kapseln etc.),
  • Brutto-Preis (inkl. Mehrwertsteuer).

Laut Nahrungsergänzungsmittelgesetz sind Aussagen auf der Verpackung oder in der Werbung verboten, die sich auf die Beseitigung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten beziehen.

Fazit von Vijusto: Schwarze Schafe gibt es leider in jeder Branche. Nur schade, dass die Schafe auf dem Gebiet der Nahrungsergänzung sich schon so zahlreich vermehrt haben, dass die seriösen Anbieter kaum mehr wahrgenommen werden. Denn eine richtige/seriöse Nahrungsergänzung kann durchaus sinnvoll sein, z.B. für Menschen mit einer einseitigen Ernährung, für Schwangere und Stillende, Hochleistungssportler und Senioren. Leider haben die übertriebenen Werbungen der Scharlatane auch dazu beigetragen, dass einige Verbraucher eine überzogene Erwartungshaltung an Nahrungsergänzungen haben. Daher sei an dieser Stelle noch mal ganz klar gesagt: Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel und können keine Krankheiten heilen. [CS]

P.S. Aufgrund von Nachfragen möchten wir hier der Transparenz halber bestätigen, dass Vijusto selbstverständlich alle Punkte eines seriösen Anbieters erfüllt. Einzig und allein wird Vijusto bislang nicht in Apotheken oder in Drogeriemärkten verkauft. Der Grund dafür liegt im Konfigurationsprozess von Vijusto: Bis jetzt ist es noch nicht möglich, ein so individualisiertes Produkt in ökonomischer Weise über Apotheken zu verkaufen.

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2 Kommentare zu „Nahrungsergänzung – Seriös oder Scharlatan?“

  1. Kritische Verbraucherin sagt:

    Leider erfüllen Sie m.E. das letzte Kriterium nicht, wenn nicht einmal Richtwerte oder Standardbeispiele für die Kosten Ihrer Präparate irgendwo auf der Webseite zu finden sind. Dies läßt sich durch den Einwand der Abhängigkeit von der individuellen Zusamensetzung nicht entkräften.

    • cschnurr sagt:

      Der Richtwert für den Preis von Vijusto ist auf unserer Homepage mit 1,50 Euro pro Tagesportion angegeben. Da wir um eine transparente Darstellung aller Details unseres Produktes bemüht sind, werden wir diesen Punkt aber gerne bei der nächsten Überarbeitung unserer Website weiter verbessern.

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