Telefonieren ist mittlerweile bei einem Handy ja eigentlich nur noch ein netter Nebeneffekt. Längst können wir nicht mehr darauf verzichten, ersetzt ein Handy doch gleichzeitig einen Fotoapparat, einen Kalender, einen mp3-Player, Gameboy und und und….Gerade für Frauen bedeutet das auch mehr Platz in der Handtasche für Cremes, Schminke, Bürste etc. Dank des neuen „Codecheck-App“ ist das Handy nun auch noch gleichzeitig ein Ernährungsberater. Denn ab März können sich interessierte Konsumenten nun das mühevolle entziffern der Zutatenliste sparen.
Im Handumdrehen soll man Informationen über Fettgehalt, Zuckergehalt oder auch E-Nummern eines Lebensmittels in Erfahrung bringen können. Dabei werden die Nahrungsmittel anhand einer Nährwertampel eingestuft. Zusätzlich erfährt man auch etwas zu Inhaltsstoffen, die eine Allergie auslösen können, oder zu den Gütesiegeln. Das pfiffige App macht sich den Strichcode, über den jedes Produkt eindeutig identifiziert werden kann, zu nutze. Und so funktioniert es: mit dem iPhone wird der Strichcode abfotografiert oder die Nummer unter dem Strichcode eingegeben. Bei jeder Abfrage greift die iPhone-Applikation auf eine Online-Datenbank des Schweizer Vereins Codecheck (www.Codecheck.info), der mehr als 53 000 Konsumartikel listet. Mit dieser App stößt die iPhone-Gemeinde auch wieder die Diskussion um eine Einführung der Ampelkennzeichnung in Deutschland an. Die in England praktizierte vereinfachte und einheitliche Nährwertkennzeichnung (grün steht für ein gesundes Produkt, rot für ein ungesundes Produkt mit einem zu hohen Fett-, Zucker-, oder Salzgehalt) wird grundsätzlich auch bei uns begrüßt, dennoch konnte sich dieses Modell aufgrund einiger Schwächen in Deutschland noch nicht durchsetzen. Es stehen noch zu viele Fragen offen, wie z.B., welche Referenzpersonen für die Werte herangezogen werden sollen, ob Kinder, Frauen oder Männer? In einigen Fällen würde die Ampelkennzeichnung auch einen falschen Eindruck bezüglich des Gesundheitswertes verursachen. Eine Diätcola würde z.B. vier grüne Punkte bekommen (kein Fett, keine gesättigten Fettsäuren, kein Zucker), obwohl sie aus ernährungsphysiologischer Sicht kein zu empfehlendes Getränk ist. [CS]
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