B-Vitamine vertreiben den Blues

das zeichenMüdigkeit, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Depressionen können Folge einer unzureichenden Versorgung mit Vitamin B6, B12 und Folsäure sein. Besonders Vitamin B6 spielt als Coenzym eine wichtige Rolle beim Aufbau von Stoffen, die aus eiweißhaltigen Aminosäuren entstehen. Dazu gehören eine Reihe von Neurotransmittern, wie z. B. das Glückshormon Serotonin. Auch folsäurehaltige Enzyme tragen dazu bei, die Aminosäure Tryptophan in das Glückshormon Serotonin umzuwandeln. Es konnte gezeigt werden, dass die Entstehung einer Depression durch einen Mangel an Folsäure begünstigt wird und die Behandlung der Depression erschwert.

Eine Studie der Harvard University ergab, dass Antidepressiva besser wirken, wenn zusätzlich B-Vitamine verabreicht werden. In dieser Studie sprachen Patienten mit einem niedrigen Folat-Spiegel im Durchschnitt erst 10 Tage später auf eine Therapie mit dem Medikament Fluoxetin an, als diejenigen mit normalen Folat-Serumwerten. Besonders Frauen in der Menopause leiden häufiger unter Depressionen. Um den Stimmungs-Blues in den Wechseljahren zu entkommen, können also die B-Vitamine, die in Fleisch, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und einigen Gemüsesorten vorkommen, nützlich sein. Allerdings wird vor allem Folsäure in zu geringen Mengen über die Nahrung aufgenommen. So zeigen die Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II von 2008, dass bei 79% der Männer und 86% der Frauen die Zufuhr an Folsäure nicht ausreichend ist.
Weitere Informationen zu den B-Vitaminen gibt es hier in dieser Mikronährstoffbibliothek. [CS]

Papakostas GI, et al.: The relationship between serum folate, vitamin B12, and homocysteine levels in major depressive disorder and the timing of improvement with fluoxetine. Int J Neuropsychopharmacol  (4):523-8, 2005

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