Macht zu wenig Vitamin D dick?

WaageNaja, ganz so platt kann man es wohl nicht ausdrücken. Dennoch konnte in neueren amerikanischen und britischen Studien ein Zusammenhang zwischen einem geringen Vitamin D-Status und einem erhöhten Risiko für das Metabolische Syndrom festgestellt werden. Das Metabolische Syndrom umfasst Störungen des Stoffwechsels (erhöhte Insulinresistenz, hohe Blutfettwerte), der Blutdruckregulation (Bluthochdruck) und starkes Übergewicht. Es gilt als der Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten wie z.B. Herzinfarkt.

Auch eine aktuelle Bevölkerungsstudie an 1443 chinesischen Männern und 1819 chinesischen Frauen zwischen 50 und 70 Jahren ergab, dass ein niedriger Vitamin D-Gehalt im Blut mit einem höheren Risiko für das Metabolische Syndrom behaftet ist. Von den Teilnehmern wiesen 69% einen Vitamin D-Mangel auf und hatten ein um 27% höheres Risiko am Metabolischen Sydrom zu erkranken.Die Schlussfolgerung, dass eine Vitamin D-Unterversorgung dickt macht, wäre allerdings falsch. Aber starkes Übergewicht ist ein Risikofaktor für eine Vitamin D-Unterversorgung. Dies zeigten Studien, bei denen der Anstieg des Serumspiegels von Vitamin D gemessen wurde, nachdem die Haut einer UVB-Bestrahlung ausgesetzt war. Bei stark übergewichtigen Personen betrug der Anstieg von Vitamin D im Serum nur 50% der Werte von Normalgewichtigen. Das Sonnenvitamin scheint also nicht nur eine Rolle im Knochenstoffwechsel zu spielen. Es gab in den letzten Jahren in verschiedenen Bevölkerungsstudien auch Anzeichen dafür, dass eine Vitamin D-Unterversorgung mit einer erhöhten Insulinresistenz und einer gesteigerten Häufigkeit für Diabetes einhergeht. Es bleibt also spannend, was uns die Forschung in den nächsten Jahren noch alles über das Vitamin offenbart. [CS]

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