Beta-Carotin trägt im wesentlichen dazu bei, den Bedarf an Vitamin A zu decken. Es ist vor allem in Karotten, gelben oder grünem Gemüse enthalten. Vitamin A ist wichtig im Schutz gegen Krankheitserreger, da es beim Aufbau der Schleimhäute beteiligt ist und auch eine Bedeutung bei der Abwehr von infektiösen Krankheiten hat. Darüber hinaus bietet Beta-Carotin der Haut einen Schutz gegen die schädlichen UV-Strahlen. Alles in allem ist Beta-Carotin also ein sehr nützlicher Mikronährstoff. Doch in letzter Zeit wurde davor gewarnt, zu viel Beta-Carotin einzunehmen, da Studien zeigten, dass das Provitamin A in hohen Konzentrationen über einen langen Zeitraum das Lungenkrebsrisiko bei Rauchern erhöht. Allerdings sind diese Studien nicht 1:1 auf den Alltag zu beziehen, da nämlich die 10-fache Dosis des täglichen Bedarfs verabreicht wurde.
Als unbedenklich hat sich eine tägliche Aufnahme von bis zu 10 mg Beta-Carotin erwiesen. Über die Nahrung nehmen wir nach Angaben der Nationalen Verzehrsstudie II durchschnittlich etwa 4 mg Beta-Carotin pro Tag auf. Eine Gefahr von zuviel Beta-Carotin scheint also nur von hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln auszugehen.
Auch Prof. Dr. Biesalski, Ernährungsmediziner, sprach sich beim zweiten Ernährungsgespräch der Universität Hohenheim im Oktober letzten Jahres dafür aus, dass Beta-Carotin aus Lebensmitteln oder niedrig dosierten Supplementen als sicher angesehen werden kann.
Unklar ist noch, ob eine höhere Dosierung von Beta-Carotin ebenso für Nichtraucher ein Risiko darstellt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät daher in einer Stellungnahme, Beta-Carotin in Nahrungsergänzungsmitteln grundsätzlich vorsichtig zu dosieren, um eine Tagesdosis von über 10 mg pro Tag zu vermeiden. [CS]
Schlagworte: Antioxidantien, Ernährung, Mikronährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine
nice share, good article, very usefull for me…thanks