In Deutschland herrscht eine schlechte Versorgung mit Vitamin D. Ein Großteil der Bevölkerung erreicht nicht die Empfehlungen zur täglichen Zufuhr. Zu diesem Ergebnis kam eine Expertenrunde an der Universität Hohenheim im März 2009. Auch die Nationale Verzehrsstudie bestätigte eine Unterversorgung mit Vitamin D bei 82% der Männer und 91% der Frauen.
Aus dem Bericht geht hervor, dass der Median der täglichen Zufuhr bei Männern bei 2,9 μg Vitamin D liegt und bei Frauen bei 2,2 μg. Die Empfehlung von 5 μg Vitamin D pro Tag wird dabei deutlich unterschritten.
Allerdings erfasst die Nationale Verzehrsstudie lediglich die Aufnahme von Vitamin D über die Nahrung. Vitamin D ist hauptsächlich in tierischen Produkten enthalten, darunter in nennenswerten Mengen vor allem in Fisch. Der geringe Fischverzehr in Deutschland ist wohl auch ausschlaggebend für die unzureichende Zufuhr.
Nicht erfasst wird jedoch der tatsächliche Vitamin D-Status im Blut. Denn zur Aufnahme über die Nahrung muss die Eigensynthese von Vitamin D in der Haut über die Sonneneinstrahlung dazugerechnet werden. Die Experten gehen allerdings davon aus, dass die Vitamin D-Eigensynthese durch die geringe Sonneneinstrahlung in Deutschland ebenfalls unzureichend ist. [CS]
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